„Pandoras Box“ ist das Masterklassenprojekt des 2. Semesters der Masterklasse Animation & Visual Effects 2025. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Tun Forschen Gründen“ war ich für das Sounddesign und die Audio-Postproduktion des etwa einminütigen Visual-Effects-Projekts verantwortlich.
Meine Aufgabe bestand darin, die von der Masterklasse produzierten visuellen Effekte durch eine passende akustische Ebene zu ergänzen. Der Sound sollte dabei nicht nur die einzelnen visuellen Ereignisse begleiten, sondern deren Wirkung verstärken und die CGI-Elemente für die Zuschauer glaubwürdiger und nachvollziehbarer machen.
Bereits während der Planungs- und Vorbereitungsphase erhielt ich Informationen über den geplanten Ablauf der sieben Szenen. Dadurch konnte ich mich frühzeitig mit den möglichen akustischen Anforderungen auseinandersetzen und überlegen, welche Geräusche für die jeweiligen Bewegungen und Ereignisse geeignet sein könnten. Die konkrete Umsetzung erfolgte anschließend auf Basis des fertigen Videomaterials, da Timing, Dauer und Dynamik der Sounds direkt auf das Bild abgestimmt werden mussten.
Ein Teil der benötigten Foley-Sounds wurde von mir selbst aufgenommen. Ein Beispiel dafür ist das Geräusch von tropfendem Wasser. Andere Soundeffekte suchte ich auf Plattformen wie Freesound. Bei der Auswahl achtete ich darauf, ausschließlich Sounds mit CC0-Lizenz zu verwenden, sodass diese sowohl für nicht-kommerzielle als auch für kommerzielle Projekte eingesetzt werden können.
Die gesamte Audio-Postproduktion wurde in Avid Pro Tools umgesetzt. Dabei wurden die aufgenommenen und ausgewählten Sounds geschnitten, bearbeitet und synchron zum Bild angeordnet. Durch das Layering mehrerer Sounds entstanden komplexere Klangereignisse. Zusätzlich kamen EQ, Kompression, Reverb, Delay, Automation und Panning zum Einsatz. Abschließend wurden die einzelnen Elemente zu einem Gesamtmix zusammengeführt und gemastert.
Eine besondere Herausforderung stellte eine Szene mit sich auf und ab bewegenden hexagonalen Balken dar. Für diese Szene war ursprünglich keine Musik vorgesehen. Da sich erst im fertigen Video zeigte, wie die Bewegung tatsächlich wirkt, musste nachträglich ein passender Musiktrack gefunden werden, der sich sowohl rhythmisch als auch atmosphärisch in die Szene integrieren ließ.
Das fertige Sounddesign bildet gemeinsam mit den Visual Effects eine zusammenhängende audiovisuelle Einheit. Für mich lag der besondere Wert des Projekts darin, die Wirkung von CGI nicht nur visuell, sondern auch durch gezielt gestaltete Klangereignisse zu unterstützen. Dabei konnte ich meine Kenntnisse in Audio Editing, Avid Pro Tools, Mixing sowie der Synchronisation von Audio und Visual Effects praktisch anwenden und weiterentwickeln.
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, sehe gleichzeitig aber weiteres Verbesserungspotenzial. Gerade die Abstimmung von Sound, Musik und visueller Gestaltung hat mir gezeigt, wie stark die einzelnen Gestaltungsebenen eines audiovisuellen Projekts voneinander abhängig sind.
